Schachstrategie – Denken im voraus

Schach

Schach ist ein strategisches Spiel. Schach bietet die Möglichkeit, Spielzüge oder Kombinationen auf längere Sicht auszulegen. Nicht der direkte nächste Zug ist das Ziel, sondern eine Stellung, die man beispielsweise in fünf oder zehn Zügen zu erreichen gedenkt – vorausgesetzt natürlich, der Gegner “spielt mit”.

Die Schachstrategie hat statische und dynamische Elemente. Ausgangspunkt ist immer die Stellung der Figuren auf dem Brett. Ihr Wert, der durchaus auch von der Stellung abhängen kann, kann mehr oder weniger leicht abgeschätzt werden. Daraus können strategische Überlegungen folgen, die schließlich, wiederum abhängig von den Zügen des Gegners, zum Ziel “Schachmatt” führen.

Krieg auf dem Schachbrett anstelle Krieg in der Wirklichkeit, auch das ist eine denkbare Alternative, die für das Schachspiel spricht. Es bringt viele strategische Möglichkeiten auf das Brett, die man, ohne dass gleich Blut fließt, ausprobieren kann.

Strategie kann man lernen. Dicke Bücher wurden über Schach geschrieben und unzählige Stellungen analysiert. Wer berühmt gewordene Schachpartien auf dem Brett nachspielt, kann die strategischen Überlegungen der jeweiligen Kontrahenten nachvollziehen und sie zum eigenen Nutzen anwenden. In der Theorie lässt sich das auch oft einfach darstellen. Ob man allerdings in einem Turnier dann wirklich eine bestimmte Strategie erfolgreich umsetzen kann, hängt nicht zuletzt wieder vom Gegner ab. Der wirklich gute Schachspieler ist deshalb nicht nur Stratege, sondern verfügt über unterschiedliche Strategien, um auf die Züge des Gegners die richtige Antwort zu haben. Nicht immer lässt sich nämlich eine beabsichtigte Strategie umsetzen. Wenn es der Gegner nicht erlaubt, muss man die Strategie wechseln, sonst läuft man Gefahr, dass der Gegner erfolgreicher ist.

Das Reizvolle am Schachspiel ist oft, dass nicht allein die Anzahl und Stellung der Figuren den Ausschlag für Sieg oder Niederlage geben. Oft zwingt ein überraschendes Figurenopfer den Gegner zu Zügen, die seiner Strategie zuwider laufen. Wenn die eigene Rechnung aufgeht, hat man gewonnen. Aber wehe, man hat eine Kleinigkeit übersehen. Dann nützt die beste Strategie nichts mehr, und das Opfer war vergebens und hat nur dazu beigetragen, dem Gegner einen Vorteil zu verschaffen. Ob man das dann im weiteren Verlauf der Partie wieder ausgleichen kann?

Schachstrategie kann auch ein sehr trockenes Gebiet sein. Selbst internationale Großmeister haben sich schon darüber ausgelassen und ihre Überlegungen zum Besten gegeben. Ob der normale Spieler damit jemals etwas anfangen kann, bleibt dahingestellt. Schach ist eben einfach so vielseitig, dass es zu jeder Strategie auch eine Gegenstrategie gibt.

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